Veranstaltungen

Veranstaltungen
des WiSe 2017/2018

Five Types of Ethical Theory (C. D. Broad)

Master | Teil 1 | II, VI, VI | WWU | Mo 14-16 | moodle

Master | Teil 2 | II, VI, VI | WWU | Di 14-16 | moodle

Kommentar: Oft gilt es als Ziel der Ethik, einen Ethikansatz zu entwickeln, der die moralische Dimension unseres Lebens erfasst. Das ist Mumpitz. Ethikansätze beleuchten die Moral aus einer bestimmten Perspektive und machen wie Filter vor einer Linse manches deutlicher und blenden anderes aus. Um so wichtiger ist es, die systematische Funktionsweise eines solchen Filters zu verstehen. Selten ist die Funktionsweise der Ethiken besser dargestellt worden als in dem Buch, dass die Grundlage dieser Veranstaltung darstellt. Es werden Spinoza, Butler, Hume, Kant und Sidgwick so intensiv seziert, dass am Ende eine systematische Landkarte der Ethik gezeichnet ist.

Ziele der Veranstaltung:

  • Exemplarische Ansätze der modernen Ethik werden diskutiert.
  • Analytische Instrumentarien zur Konstruktion von Ethikansätzen werden eingeübt.
  • Zentrale Konzepte jeder Ethik werden vorgestellt.
  • Eine Landkarte möglicher Positionen in der Ethik wird gezeichnet.
    • Literatur, Textgrundlage: Broad, Charlie Dunbar, Five Types of Ethical Theory (London: Kegan Paul, 1930)


Spinozas Ethik

Bachelor | Gruppe 1 | E2, E3, H2, H3, e2, e3, h2 | WWU | Di 10-12 | moodle

Bachelor | Gruppe 2 | E2, E3, H2, H3, e2, e3, h2 | WWU | Do 10-12 | moodle

Kommentar: Baruch de Spinoza war ein rationalistischer Philosoph des 17. Jahrhunderts. Etwas vereinfachend kann man sagen, dass Spinoza einerseits eine naturalistische Ethik entwickelt und andererseits den Menschen ins Zentrum stellt. Er wendet sich ("Metaphysikvorwurf") gegen Aristoteles und theologische Ethiken, indem er eine individualistische Affektenlehre ("Egoismus") entwickelt. Das Gute ist die Erhaltung des Lebens. Man kann seine Philosophie in die Nähe antiker Ansätze der Stoa genannten Philosophenschule rücken ("Glückslehre", "Tugendbegriff"). Spinoza war Optiker und somit auch Naturwissenschaftler. Seine naturalistische Ethik ist aber im Gegensatz zu vielen Nachfolgern holistisch und schon allein deshalb höchst spannend. Allerdings ist die Erschließung des Textes sehr schwer: Die "geometrische" Methode nähert sich einem Gegenstand nicht in einem fortlaufenden Text, sondern vermittels eines Systems von Sätzen (Definitionen, Axiome, Propositionen). Man kann sich den Text also nur in eigenständiger intensiver Textarbeit erschließen. Somit führt das Seminar nicht nur in Spinozas Ethik ein, sondern auch in die Methode more geometrico.

Literatur, Textgrundlage: Wir werden seine Schrift Ethica ordine geometrica demonstrata/Die Ethik in geometrischer Reihenfolge dargestellt lesen. Es gibt viele Ausgaben. Wer neugierig ist, kann sich schon mal in einer online-Ausgabe in den Autor hineinlesen: www.ethicadb.org/index.php?lg=de. Die beste Einführung in den Ansatz finde man in C. D. Broad: Five Types of Ethical Theory.


Das erkenntnistheoretische Panoptikum

Bachelor | Gruppe 1 | M3, M4, E2, E4, m3, e2 | WWU | Mi 14-16 | moodle

Bachelor | Gruppe 2 | M3, M4, E2, E4, m3, e2 | WWU | Do 14-16 | moodle

Kommentar: Die Epistemologie ist die Lehre von der Erkenntnis und des Wissens. Die Lehre (griechisch: logos) vom Wissen (griechisch: episteme) zählt zum Kernbestand philosophischer Überlegungen. Daher gibt es eine endlose Reihe von historischen Überlegungen zu den Fragen der Erkenntnistheorie (Platon, Aristoteles, Pyrrhon, Locke, Hume, Kant, ...). Andererseits gibt es nur ganz wenige systematische Optionen, die in immer wieder neuen Konstellationen neu kombiniert werden. Die Veranstaltung geht dieser historischen Vielfalt und systematischen Sparsamkeit nach.

Ziele der Veranstaltung:

  • Antworten auf die Frage: Was ist Wissen?
  • Antworten auf die Frage: Gibt es wahres Wissen?
  • Antworten auf die Frage: Wie könnte Wissen begründet werden?
  • Antworten auf die Frage: Woher kommt unser Wissen? Und wie kommt es in uns hinein?

Literatur, Textgrundlage:

  • Ein Textreader wird online zur Verfügung gestellt.
  • Thomas Grundmann: Analytische Einführung in die Erkenntnistheorie, Berlin: de Gruyter, 2008.