Veranstaltungen

Veranstaltungen
des WiSe 2017/2018

Spinozas Ethik

Bachelor | Gruppe 1 | E2, E3, H2, H3, e2, e3, h2 | WWU | Mo 14-16 | DPL 23.205 | LSF-Link | moodle

Bachelor | Gruppe 2 | E2, E3, H2, H3, e2, e3, h2 | WWU | Vorbesprechung 17.1.18, BLOCK Mo 5.3, Mi-Fr 7.-9.3., 9-17 | Vorbesprechung: F229, BLOCK: DPL 23.208 | LSF-Link | moodle

Kommentar: Baruch de Spinoza war ein rationalistischer Philosoph des 17. Jahrhunderts. Etwas vereinfachend kann man sagen, dass Spinoza einerseits eine naturalistische Ethik entwickelt und andererseits den Menschen ins Zentrum stellt. Er wendet sich ("Metaphysikvorwurf") gegen Aristoteles und theologische Ethiken, indem er eine individualistische Affektenlehre ("Egoismus") entwickelt. Das Gute ist die Erhaltung des Lebens. Man kann seine Philosophie in die Nähe antiker Ansätze der Stoa genannten Philosophenschule rücken ("Glückslehre", "Tugendbegriff"). Spinoza war Optiker und somit auch Naturwissenschaftler. Seine naturalistische Ethik ist aber im Gegensatz zu vielen Nachfolgern holistisch und schon allein deshalb höchst spannend. Allerdings ist die Erschließung des Textes sehr schwer: Die "geometrische" Methode nähert sich einem Gegenstand nicht in einem fortlaufenden Text, sondern vermittels eines Systems von Sätzen (Definitionen, Axiome, Propositionen). Man kann sich den Text also nur in eigenständiger intensiver Textarbeit erschließen. Somit führt das Seminar nicht nur in Spinozas Ethik ein, sondern auch in die Methode more geometrico.

Literatur, Textgrundlage: Wir werden seine Schrift Ethica ordine geometrica demonstrata/Die Ethik in geometrischer Reihenfolge dargestellt lesen. Es gibt viele Ausgaben. Wer neugierig ist, kann sich schon mal in einer online-Ausgabe in den Autor hineinlesen: www.ethicadb.org/index.php?lg=de. Die beste Einführung in den Ansatz finde man in C. D. Broad: Five Types of Ethical Theory.


Das erkenntnistheoretische Panoptikum

Bachelor | M3, M4, E2, E4, m3, e2 | WWU | Mi 14-16 | DPL 23.201 | LSF-Link | moodle

Kommentar: Die Epistemologie ist die Lehre von der Erkenntnis und des Wissens. Die Lehre (griechisch: logos) vom Wissen (griechisch: episteme) zählt zum Kernbestand philosophischer Überlegungen. Daher gibt es eine endlose Reihe von historischen Überlegungen zu den Fragen der Erkenntnistheorie (Platon, Aristoteles, Pyrrhon, Locke, Hume, Kant, ...). Andererseits gibt es nur ganz wenige systematische Optionen, die in immer wieder neuen Konstellationen neu kombiniert werden. Die Veranstaltung geht dieser historischen Vielfalt und systematischen Sparsamkeit nach.

Ziele der Veranstaltung:

  • Antworten auf die Frage: Was ist Wissen?
  • Antworten auf die Frage: Gibt es wahres Wissen?
  • Antworten auf die Frage: Wie könnte Wissen begründet werden?
  • Antworten auf die Frage: Woher kommt unser Wissen? Und wie kommt es in uns hinein?

Literatur, Textgrundlage:

  • Ein Textreader wird online zur Verfügung gestellt.
  • Thomas Grundmann: Analytische Einführung in die Erkenntnistheorie, Berlin: de Gruyter, 2008.


Anthropologie

Bachelor | Gruppe 1 | PHE2, PHE3, r2, RA2, M4 | WWU | Mo 10-12 | DPL 23.205 | LSF-Link | moodle

Bachelor | Gruppe 2 | PHE2, PHE3, r2, RA2, M4 | WWU | Mo 18-20 | DPL 23.201 | LSF-Link | moodle

Kommentar: www.wikipedia.de: „Die Kulturphilosophie bemüht sich um das Verständnis (die Hermeneutik) jenes umfassenden geistigen Phänomens, das man als "Kultur" bezeichnet. Sie fragt nach den Entstehungsbedingungen von Kultur überhaupt und nach den kulturellen Entfaltungen in spezifischen historischen und geographischen Kontexten.“ www.wikipedia.de: „Die philosophische Anthropologie betrachtet die Stellung des Menschen in der Gesamtwirklichkeit. Sie erarbeitet sein Wesen. Dabei erfasst sie insbesondere seine Stellung zur unbelebten Welt, zu den Tieren, zu anderen Menschen sowie zu Gott.“ – In Auseinandersetzung mit verschiedenen kulturphilosophischen und anthropologischen Ansätzen sollen systematische Optionen in diesem Bereich der Philosophie herausgearbeitet werden. Es wird also nicht nur darum gehen, eine gewisse Anzahl von Ansätzen zu untersuchen, sondern auch darum analytische Optionen im Bereich der Kulturphilosophie und Anthropologie herauszuarbeiten.