Information zur Veranstaltung

Aristoteles Politik

[Bachelor]

Kommentar: In seiner Politik beschäftigt sich Aristoteles mit dem Wesen des Politischen. Zunächst geht es um den Menschen als politisches Lebewesen und die daraus resultierenden Merkmale menschlicher Gemeinschaften (Familie, Haushalt, Dorf, „Staat“). Ein weiteres Thema ist die Eigentumsordnung. Soll im Staat Gütergemeinschaft herrschen oder muss es Privateigentum geben. Aristoteles untersucht verschiedene Verfassungsentwürfe. Es schließen sich grundlegende Überlegungen zu den guten Verfassungsformen (Monarchie, Aristokratie, Politie) an und ihren jeweiligen Entartungsformen (Tyrannis, Oligarchie, Demokratie). Die intensive Diskussion der verschiedenen Verfassungsformen und ihres wechselseitigen Umschwungs ineinander führen letztlich auf die Frage: Was ist die in „politischer“ Hinsicht beste Lebensform? – Und: In der Antike ist eine Untersuchung über die Politik nicht vollständig, wenn man nicht auch Konzepte dafür anbieten kann, wie man in eine menschliche Gemeinschaft hineinwächst. Daher schließt Aristoteles sein Werk mit einer konzeptionellen Erörterung der angemessenen Prinzipien der Erziehung in der besten Verfassungsform (Politie) ab.

Ziele der Veranstaltung:

  • Beantwortung der Frage: Ist der Mensch ein politisches oder ein soziales Lebewesen? [Anthropologie]
  • Beantwortung der Frage: Was ist ein guter Staatsbürger? [Ethik]
  • Beantwortung der Frage: Kann man Herrschaft rechtfertigen? (Wenn ja: Welche Formen der Herrschaft sind warum akzeptabel?) [Staatskunde]
  • Beantwortung der Frage: Warum ist ein „(platonischer) Kommunismus“ Falsch? [Rechtsordnung]
  • Beantwortung der Frage: Wie wird man zum guten Bürger? [Pädagogik]

Literatur, Textgrundlage: Aristoteles, Politik, übers. v. Franz Susemihl, neu hrsg. v. Ursula Wolf, Reinbek b. H.: Rowohlt, 1994.

Die Veranstaltung findet bzw. fand statt: [SoSe 05][WiSe 10/11]

Für diese Veranstaltung liegen Evaluationsergebnisse vor: [eva]