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Philosophische Konzepte einer Theorie des gerechten Krieges

[Master]

Kommentar: Cicero, Augustinus und Thomas sind die ersten Philosophen, die sich mit der Frage, wie man Kriege gerecht führen kann, beschäftigt haben. Wie ist der Kriegseintritt zu rechtfertigen? Wie handelt man im Krieg gerecht? In der Neuzeit entwickelt sich in bedeutenden Schritten das Völkerrecht weiter, aber der Krieg bleibt ein Problem. Er passt einerseits nicht zu einem adäquaten rechtlichen Verhältnis zwischen souveränen Staaten, andererseits kommt es immer wieder zu Kriegen. Und: Müssen wir nicht sogar eingreifen, wenn andere Menschenrechte systematisch verletzen? Wenn Soldaten gegen Terroristen kämpfen, ist das dann schon Krieg? Während in der klassischen Staatskonzeption das Verhältnis zwischen souveränen Staaten im hobbeschen Sinne das eines potentiellen Kriegszustandes und absoluter wechselseitiger Unabhängigkeit ohne Rechtsbeziehungen ist, scheinen seit dem 20. Jh. Staaten an moralische Normen gebunden zu sein. Inwiefern erzwingen diese Menschenrechte eine völkerrechtliche Antwort auf Kriege? Inwiefern muss das neuzeitliche Konzept des souveränen Staates modifiziert werden?

Ziele der Veranstaltung:

  • Beantwortung der Frage: Was ist Krieg?
  • Recht (ius ad bellum/ius in bello): Was ist gerechter Krieg?
  • Menschenrechte: Gibt es die Pflicht zum kriegerischen Schutz von Menschenrechten?
  • Kann man im Völkerrecht ein Kriegsrecht etablieren?
  • Wie kann man die Bestrafung von Kriegsverbrechen rechtfertigen?

Die Veranstaltung findet bzw. fand statt: [SoSe 11]

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