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Prinzipienethik und Partikularismus

[Master]

Kommentar: Die Bedeutung allgemeiner Prinzipien für die Ethik ist Gegenstand der Frage nach dem Verhältnis von Prinzipienethik und Partikularismus. In der Philosophischen Ethik wird von Partikularisten die Relevanz allgemeiner moralischer Prinzipien für die moralische Reflexion kritisch untersucht. Sie lehnen ethischen Universalismus (vgl. bspw. Immanuel Kant) ab und unterscheiden sich im Grade der „Partikularität“ ihres Partikularismus. Es gibt Verbindungen zu „antitheoretischen“ Konzeptionen der Ethik und zur Tugendethik. In der inhaltlichen Debatte wird die Konzeption moralischer Urteile ebenso untersucht wie das Verhältnis von Theorie und Praxis in der Ethik. Ferner spielen Prinzipien der moralischen Erziehung eine zentrale Rolle. Darüber hinaus untersuchen Partikularisten die begründungstheoretischen Aspekte nicht-universaler (also partikularer) Gründe: Sind Gründe für eine Handlung, wenn sie womöglich in einer Situation angemessen sind, aber nicht in anderen, überhaupt Gründe? Dabei setzt sich der Partikularist natürlich dem Vorwurf von Seiten der Prinzipienethiker (verschiedener Provenienz) aus, dass Partikularität in der Ethik mit Irrationalität einhergeht.

Literatur, Textgrundlage: [Ein Textreader wird zur Verfügung gestellt]]

Die Veranstaltung findet bzw. fand statt: [WiSe 07/08, zus. mit: Ludwig Siep, Christoph Halbig]

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