Information zur Veranstaltung

Aristoteles: Nikomachische Ethik

[Bachelor]

Kommentar: Die „Nikomachische Ethik“ von Aristoteles ist zwar neben Platons moralphilosophischen Dialogen eines der ersten Werke der philosophischen Ethik in der europäischen Philosophiegeschichte. Mit diesem Werk hat Aristoteles aber die philosophische Ethik als eine eigenständige systematische Disziplin in der Philosophie begründet. Seither ist es grundlegend im Bereich der praktischen Philosophie. Während es vom Standpunkt der neuzeitlichen Ethiken (vgl. Kant bzw. den Utilitarismus) primär von historischem Interesse war, gewinnt es im Kontext der Methodendiskussionen in der Medizin und Bioethik auch aus systematischer Perspektive wieder an Bedeutung. Man spricht von einer Renaissance der Tugendethik und damit vor allem von einer wiedererstarkenden Bedeutung der „Nikomachischen Ethik“. Folgende Themen und Fragen werden behandelt: „Glück“ (eudaimonia) als Ziel allen Handelns als das höchste Gut. Ist Glück Inhalt der oder Mittel zur Tugend? Die Differenzierung der ethischen und dianoethischen Tugenden und die Diskussion der Einzeltugenden, insbesondere der Gerechtigkeit. Lust. Freundschaft. Freiheit. Der Wert des kontemplativen und des aktiven Lebens.

Literatur, Textgrundlage:

  • Textgrundlage: Aristoteles, Nikomachische Ethik, übers. v. Franz Dirlmeier, Stuttgart: Reclam.
  • Kommentar: Ursula Wolf, Aristoteles’ „Nikomachische Ethik“, Darmstadt: WBG, 2002)

Die Veranstaltung findet bzw. fand statt: [WiSe 05/06][SoSe 15, Gruppe 1][SoSe 15, Gruppe 2]

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